Amakuru

Muraho!

Mein überdimensionaler Rucksack und ich sind gestern gut in Kigali angekommen. Allerdings ohne die große Plastiktüte, in die er in Frankfurt am Flughafen eingepackt wurde : ) In Ruanda sind Plastiktüten verboten, kann sein dass es daran liegt dass sie in Kigali entfernt wurde. Walid hat mich abgeholt und ist für die erste Zeit mein treuer „Bodyguard“ und regelt alle Kinyarwanda-Angelegenheiten für mich. Wie z.B. Mototaxifahrten. Man setzt sich hinten auf ein Mofa, sagt dem Fahrer wo man hin will, und düst damit durch die Stadt. Gut, dass Walid mir keine Wahl lies, ob ich das wirklich machen will. So hab ichs in der Stadt mit dem meisten Verkehr von Ruanda schon mal gemacht, und habe keine Angst mehr, das in Butare zu machen : D Auf der Rückfahrt hats sogar schon etwas Spaß gemacht, den Buckel runter zu düsen, und dabei einen schönen Blick auf Kigali bei Nacht zu haben.. Super sah es auch aus, als Walid bei der Mofafahrt meinen großen Rucksack trug, weil man vor lauter Rucksack auf dem Mofa gar nichts von den Fahrern gesehen hat. Sonst waren wir noch Kochbananen essen, haben Freunde besucht (die eigentlich alle schon mal in Deutschland waren, oder heute für den Freiwilligendienst nach Deutschland fliegen) und ich habe Bananenwein getrunken! Von den anderen wollte das niemand wirklich machen, die ziehen alle normales Bier vor, aber ich dachte mir das klingt so ruandisch, das muss ich probieren. Ein Geschmackserlebnis schlechthin. Übernachtet habe ich die erste Nacht in einem Hotel (es gab ein MEGA Frühstück mit leckeren Früchten), aber heute schlafe ich bei einem Freund von Walid. Morgen geht’s denke ich schon nach Butare, damit ich mich dort nach einer Wohnung umschauen kann.

Ansonsten habe ich dank meinem geduldigen Lehrer einen Kinyarwanda-Crashkurs hinter mir und hab jetzt die Begrüßungen zu allen Tages- und Nachzeiten drauf, und ich kann jetzt schon bis 10 zählen! ; ) Mir wurde sogar gesagt, es sei so, als ob ich schon immer hier gewesen wäre, und meiner Meinung nach kann man sich eine schönere Begrüßung gar nicht wünschen!

amakuru = wie geht’s (antwort: ni meza! = gut)

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